Was ist Klimawandel?

Was ist Klimawandel?

Der Klimawandel ist kein neues Phänomen. Er beschreibt die langfristigen Veränderungen von Faktoren wie der Temperatur, des Niederschlages und der Meeresströmungen. Diese Veränderungen wurden in den letzten Jahrzehnten durch zahlreiche Studien und Beobachtungen weltweit nachgewiesen. Dabei sind die langfristigen Trends entscheidend, was bedeutet, dass es auch in einem langfristigen Erwärmungstrend immer wieder Ausreißer nach oben oder unten geben wird. „Wichtig ist: Fällt ein Jahr kälter aus als erwartet, stellt dies nicht die Existenz des Klimawandels infrage“, fasst es CARE-Klimaexperte Sven Harmeling zusammen.  


Welche Ursachen hat der Klimawandel?

Das Klima ändert sich vor allem durch den Treibhauseffekt: Die Sonnenstrahlen, die auf die Erde treffen, werden von natürlichen Gasen und Wolken absorbiert und zu einem Teil auf den Planeten zurückgestrahlt. Sie halten ihn so warm. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt wäre die Erde zugefroren und unser Leben wäre so nicht möglich. Der Wert von CO2, eines der wichtigsten Treibhausgase, hat sich über Jahrhunderte stabil gehalten – und damit auch das Klima auf der Erde. Doch der Klimawandel, der eine Bedrohung für das Leben auf der Erde darstellt, ist vorwiegend menschengemacht: Durch die Industrialisierung und der damit einhergehenden Verbrennung fossiler Energien wie Braunkohle, Steinkohle und Erdöl, kommt es dazu, dass die doppelte Menge CO2 in die Atmosphäre gelangt, als es ohne Eingreifen des Menschen der Fall wäre. „Die Wissenschaft weltweit ist sich über die Hauptursachen des Klimawandels einig. Auch wenn das Klima nicht immer 100-prozentig stabil ist, erleben wir in den letzten Jahrzehnten massive Veränderungen, die durch natürliche Prozesse, wie zum Beispiel die Schwankungen der Sonneneinstrahlung, absolut nicht erklärbar sind. Die Verbrennung von fossilen Energien wie Erdöl oder Kohle, aber auch zum Beispiel die Entwaldung weltweit durch uns Menschen, haben in den letzten Jahrzehnten in großem Maße Treibhausgase freigesetzt. Diese reichern sich in der Erdatmosphäre an und sorgen durch den Treibhauseffekt dazu, dass es immer wärmer wird. Im weltweiten Durchschnitt ist die Temperatur bereits um mehr als ein Grad gestiegen, in der Arktis zum Beispiel sogar deutlich stärker“, so Sven Harmeling. Heute ist der CO2-Wert um 45 Prozent höher als in den Jahrtausenden der Stabilität davor. Damit lässt sich jetzt die höchste CO2-Konzentration seit mindestens 15 Millionen Jahren messen. Die Konsequenz: Die Erdatmosphäre – die Gesamtheit an Gasen, die die Erde umhüllen – erwärmt sich immer weiter und damit auch die Erde – und das hat fatale Folgen.


Folgen des Klimawandels

Durch Industrie, industrielle Landwirtschaft (wie etwa Massentierhaltung), Verkehr und die aktuellen Energiesektoren (wie etwa Kohlekraftwerke) werden immer mehr Gase, unter anderem Stickstoff, in die Atmosphäre geblasen. Diese Luftverschmutzung kann eine der schlimmsten der gesamten Menschheitsgeschichte werden. Doch das ist nicht die einzige Folge. Aufgrund des menschengemachten Klimawandels und der hohen Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre steigt die Oberflächentemperatur der Erde immer weiter, seit 1880 bis jetzt schon um 1,1 Grad. Das hat zur Folge, dass nicht nur das Land auf der Erde sich erwärmt, sondern auch die Meere. Durch mehr Verdunstung von Wasser werden wiederum mehr Treibhausgase freigesetzt. Extreme Wetterlagen nehmen zu, es kommt in vielen Teilen der Erde zu lange anhaltenden Dürreperioden oder Überschwemmungen, die ganze Ernten und damit die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen zerstören. Tiere sind ebenfalls direkt betroffen: Durch mangelnde Nahrung aufgrund von Wetterextremen gelangen viele Tierarten an den Rand des Aussterbens. Der Anstieg des Meeresspiegels hat außerdem zur Folge, dass bereits ganze Inseln völlig verschluckt und Lebensräume für Mensch und Tier unbewohnbar gemacht wurden. „Das schlimmste ist, dass neue wissenschaftliche Studien eher auf eine Verschärfung und Beschleunigung des Klimawandels hindeuten. Insbesondere ärmere Menschen in Entwicklungsländern sind von den Folgen des Klimawandels betroffen, die vor allem besonders wenig Mittel haben, von der ausbleibenden Landwirtschaft betroffen sind und auch politisch nicht ausreichend beachtet werden. "Die anhaltende Erhitzung der Erde taut zudem das „ewige Eis“ in Arktis und Antarktis: Permafrostböden bedecken ein Viertel der gesamten nördlichen Hemisphäre und haben Unmengen an Treibhausgasen gespeichert. Wenn diese sich freisetzen, erhitzt sich die Atmosphäre weiter und der Meeresspiegel steigt – es kommt zu einem nicht aufzuhaltenden Kreislauf und die Klimakrise, wie sie jetzt schon besteht, wird sich unaufhörlich verschlimmern. Der Klimawandel kann in den nächsten Jahrzehnten zu einer existenziellen Bedrohung nicht nur einiger Regionen auf der Welt, sondern des gesamten Lebens auf der Erde werden – wenn der Mensch nicht sofort handelt.


Quellen und Links

Quelle:

Care -> Themen -> Klimawandel

Wikipedia -> Klimawandel

 Apple -> Klimawandel

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Links:

Fridays for Future

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