4°C+? Was sind die Risiken?

Naturkatastrophen

Dürren

Dürren sind ein natürliches Element unseres Klimas. Sie entstehen durch wechselnde Wetterverhältnisse, hohe Temperaturen und ausbleibenden Regen. Der Klimawandel verstärkt extreme Dürren, welche in einigen Regionen der Welt auftreten, jedoch noch weiter. Somaliland, das Tschadseebecken und das östliche Mittelmeer haben in den letzten Jahren die verheerenden Auswirkungen besonders zu spüren bekommen. Steigende Temperaturen, Änderungen von Niederschlagsmustern und geringere Schneefälle tragen zu einer Verschärfung der Dürrebedingungen bei. Selbst Regionen, welche keine Veränderungen in den Niederschlägen verzeichnen, spüren die Auswirkungen. Höhere Temperaturen führen zu einem höheren Wasserbedarf und mehr Verdunstung, was die Wasserversorgung belastet. Eine der verheerendsten Auswirkungen von Dürren sind die Konsequenzen, die sie auf die Nahrungsmittelversorgung haben. In Ländern, in denen Menschen keinen zuverlässigen Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln haben, können Dürren einen Anstieg der Lebensmittelpreise auslösen. Dies kann zu sozialen Unruhen, Hungersnöten und Migration führen. 

Überschwemmungen

Die steigenden Temperaturen führen in anderen Regionen zu extremen Niederschlägen. Der für die kommenden Jahre prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels wird zu mehr Überschwemmungen in Küsten- und Tieflandgebieten führen. Dadurch wird die Küstenerosion zunehmen. In vielen städtischen und ländlichen Gebieten nimmt das Hochwasserrisiko ebenfalls zu. Natürliche Hochwasserbarrieren wie Wälder werden abgeholzt und durch immer wachsende Städte entstehen riesige undurchlässige Flächen, in denen hohe Wasserstände nicht leicht abfließen können.

Hurrikans

Hurrikans, Wirbelstürme und tropische Stürme sind ein natürlicher Bestandteil unseres Klimas. Zwar erhöht der Klimawandel nicht die Anzahl an tropischen Stürmen, jedoch werden die Stürme durch die steigenden Temperaturen viel intensiver und haben weitaus schlimmere Auswirkungen. In den vergangenen Jahren wurden deutlich mehr der Stürme der Kategorie 4 und 5 gemessen – die zwei höchstmöglichen Kategorien. WissenschaftlerInnen vermuten außerdem, dass der Klimawandel die Geschwindigkeit der Tropenstürme beeinflusst. Dies führt dazu, dass sie sich langsamer bewegen und zerstörerischer werden, wie man etwa bei Hurrikan Dorian beobachten konnte, der 2019 die Bahamas verwüstete.

Waldbrände

Steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster führen zu extremen Dürren. Diese Dürrevorkommen begünstigen die Entstehung von Waldbränden, welche für Menschen lebensgefährlich sein können. Gebiete wie die USA und Australien sind besonders gefährdet. Abholzung von Wäldern und landwirtschaftliche Praktiken wie Brandrodung tragen ebenfalls zum Vorkommen von Waldbränden bei. Im Jahr 2019 verwüsteten Brände das Amazonasbecken und zerstörten mehr als 2 Millionen Hektar Regenwald. Neben riesigen Waldflächen sind in den letzten zehn Jahren weltweit Tausende von Häusern durch Waldbrände zerstört worden.  


Quellen und Links

Kyma Sea -> Klimawandel

Oceancampus -> Klimawandel

Bund Bawue -> Klima und Energie

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